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Anaerobier – ein Leben ohne Sauerstoff

Mit dem Begriff Anaerobie verbindet man im Allgemeinen ein Leben, bzw. einen Stoffwechsel, bei dem kein Sauerstoff vorhanden ist. Mikroorganismen, die für ihren Stoffwechsel keinen Sauerstoff benötigen, werden als Anaerobier bezeichnet.

Typische Vertreter sind Bakterien wie z. Bsp. Clostridien, die eine Vielzahl von Infektionen im Körpergewebe der Organe, in Muskeln, Knochen und Blut hervorrufen.

Für die Anzucht und Kultivierung von Anaerobiern muss das Nährmedium, d.h. die Umgebung frei von Sauerstoff sein. Auch andere Kriterien, wie z.B. eine  definierte  Umgebungstemperatur, sind zu beachten.

Zur Erzeugung und Aufrechterhaltung einer solchen Umgebung im Labormaßstab bieten sich verschiedene Verfahren an. Vorauszusetzen ist, dass sich die Kulturen, sei es auf Petrischalen oder Mikrotiterplatten, in einem geschlossenen und luftdichten Container befinden.

Der Sauerstoff kann auf chemischem Wege der Umgebung entzogen werden. Hierfür werden Reagenzmischungen angeboten, die unter Zugabe von Wasser eine Reaktion starten, die den Sauerstoff bindet. Meist in Form eines Pulvers werden diese in den Container eingebracht. Jedes Mal wenn der Container zur Entnahme einer Petrischale geöffnet werden muss, ist auch ein neues Reagenz zu verwenden, um den anaeroben Zustand wieder herzustellen.

Alternativ hierzu bieten sich Systeme, wie PetriSphere an. Das System besteht aus einem Jar (Anaerobiertopf) und einem Steuerungsmodul, das u.a. eine Vakuumpumpe beinhaltet. Über einen Schlauch werden die Pumpe des Steuerungsmoduls und der Jar verbunden. Dichtende Schnellverschlüsse verhindern dabei, dass beim Anschließen bzw. Abziehen des Schlauches Luft in den Jar gelangen kann. Das System arbeitet vollautomatisch, d.h. per Knopfdruck wird über drei Zyklen Luft aus dem Jar evakuiert und durch ein vom Anwender definiertes Gas ersetzt. Die Pumpe dient ausschließlich zum Evakuieren der Luft, d.h. nach dem Gasaustausch besteht kein Unterdruck im Jar.

Der geschlossene Jar kann für die Kultivierung der Anaerobier in jeden beliebigen Brutschrank gestellt werden. Dank der Schnellverschlüsse müssen keine Schläuche durch die Inkubatortür oder –ports geführt werden. Muss der Jar zur Entnahme von Kulturen geöffnet werden, sind lediglich die Schläuche aufzustecken und der Gasaustauch mittels eines einzigen Tastendrucks an der PetriSphere zu starten.

Die Programmierung des PetriSphere erfolgt über eine leicht verständliche Software. Die Parameter werden einmal hinterlegt und können über ein Passwort gesichert werden. Für den Anwender genügt ein einziger Tastendruck, um das Verfahren zu starten.

Weitere Vorteile des Systems sind:

  • Niedrige Anschaffungskosten
  • Geringe Betriebskosten
  • Geringer Gasverbrauch
  • Kein Katalysator erforderlich
  • Reproduzierbare anaerobe Bedingungen
  • Jar kann mit nur einer Hand adaptiert werden
  • Bereits im Labor vorhandene Jars können durch biomedis mit einer Schnellkupplung nachgerüstet und mit PetriSphere genutzt werden
  • Vollautomatischer Prozess, automatisches Abschalten nach Erreichen der Anaerobiose
  • Je nach Anzahl verwendeter Jars und der Häufigkeit, die Behälter öffnen zu müssen, können sich die Anschaffungskosten schon nach weniger als einem Jahr amortisieren
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OnMai 21, 2015, posted in: Blog by

Warum man Schlauchpumpen kalibrieren sollte

„Dröpje für Dröpje Qualität“ – mit diesem Slogan warb B&B in den 70er Jahren für gute Qualität.
Was damals galt, gilt auch heute noch: nur gute Qualität erzeugt auch gute Ergebnisse. Und dies gilt nicht nur für Kondensmilch.

Schlauchpumpen, auch Peristaltik- oder Dosierpumpen genannt, werden im Labor sehr häufig und vielseitig eingesetzt. Zu den Anwendungen zählen z.B. die Förderung und Dosierung von Flüssigkeiten aller Art, von Nährmedien, u.v.m. Da die geförderten Flüssigkeiten nicht mit der Pumpe oder Teilen davon in Berührung kommen, eignen sich Schlauchpumpen auch für die Dosierung aggressiver Medien. Voraussetzung ist, dass das Schlauchmaterial ausreichend resistent ist.

Das Funktionsprinzip einer Schlauchpumpe beruht auf der Erzeugung eines Unterdruckes in einem Schlauch. Hierzu wird der Schlauch in ein Schlauchbett gelegt, das dann mechanisch an sogenannte Schlauchrollen des Pumpenkopfs gedrückt wird. Während der Rotation des Pumpenkopfes laufen am Rotor gelagerte Rollen über den Schlauch, wobei er komprimiert wird und dabei ein Unterdruck entsteht, der wiederum das zu fördernde Medium ansaugt. Die Unterdruckerzeugung funktioniert aber nur, wenn sich der Schlauch alternierend komprimieren und wieder dekomprimieren kann. Daher ist der Rotor nicht in seinem vollen Umfang mit Schlauchrollen bestückt.  Sie sind mit Zwischenräumen angeordnet, die bei der Rotation die Dekomprimierung des Schlauches ermöglichen.

Bei gleichbleibender Geschwindigkeit des Pumpenkopfes stellt sich eine Pulsation ein, verursacht durch die abwechselnde Komprimierung und Dekomprimierung des Schlauches. Stärke und Pulsationsdauer sind in der Regel von der Pumpengeschwindigkeit, von der Anzahl und dem Durchmesser der Schlauchrollen und der Beschaffenheit des Schlauches abhängig.

Grafik2

 

Grafik4 Grafik1

 

Der Durchfluss, bzw. das Fördervolumen sind hauptsächlich von folgenden Parametern abhängig:

  • Pumpen- , d.h. Rotationsgeschwindigkeit
  • Pumpzeit
  • Schlauchinnendurchmesser
  • Schlauchwandstärke
  • Schlauchmaterial und dessen Shorehärte
  • Alter und Zustand des Schlauches
  • Viskosität des geförderten Mediums
  • Druckverhältnisse auf der Ansaugseite

 

Visikosität des Mediums und eventuelle Temperatureinflüsse bei der Dosierung sehr kalter oder heißer Flüssigkeiten, können das Fördervolumen ebenfalls beeinflussen und sind bei Bedarf ebenfalls zu berücksichtigen.

Mit zunehmendem Alter ändert sich die Konsistenz des Schlauchmaterials. Durch die Walkarbeit der Pumpenrollen, ggf. auch durch das geförderte Medium, wird das Schlauchmaterial gestresst; es wird in der Regel weicher, die Wandstärke –und damit verbunden der Durchmesser- ändern sich, Versprödungen und Beschädigungen können ebenso die Folge sein.

Wenn man das Fördervolumen eines lange Zeit in Gebrauch befindlichen Schlauches mit dem eines neuen vergleicht, wird man immer Unterschiede feststellen. Abweichungen von bis zu 10% sind keine Seltenheit. Vielleicht spielen diese bei bestimmten Anwendungen keine Rolle, aber spätestens dann, wenn die Pumpe genaue Dosierarbeit verrichten soll, wie z.B. beim Befüllen von Nährmedienschalen, die Genauigkeit des Dosiervolumens Einfluss auf sich anschließende Prozesse nimmt und/oder sehr teure Medien dosiert werden sollen. Dann genügt es nicht, sich auf die Anzeige der Dosierpumpe zu verlassen, denn diese gibt meist nur den Sollwert vor und berücksichtigt nicht die Viskosität des Mediums, den Verschleiß und/oder die Beschaffenheit des verwendeten Schlauches.

Um herauszufinden, welches Volumen denn tatsächlich gefördert wird, bietet sich die Kalibrierung der Dosierpumpe an. Hierfür wird das dosierte Volumen (Istwert) mit dem an der Pumpe eingestellten Volumen (Sollwert) verglichen bzw. die Differenz ermittelt. Stellt man eine unakzeptable Abweichung fest, kann man diese über eine Justage der Dosierpumpe (bei der in der Regel die Dosiergeschwindigkeit pro Zeiteinheit verändert wird) meistens verringern oder ganz eliminieren. Verfügt die Pumpe über keinerlei Justagemöglichkeit, muss man entweder zu neuerem Schlauchmaterial greifen, ggf. Durchmesser, Wandstärke oder Shorehärte variieren.

Moderne Pumpen, wie z.B. die DosiPump DP1000, verfügen über eine Software, die eine automatisierte Kalibrierroutine beinhaltet. Der Anwender muss lediglich Soll- und Istwert eingeben, die Justage erfolgt über die Software vollautomatisch.

Eine Kalibrierung lässt sich auf relativ einfache Weise durchführen. Zunächst stellt man an der Pumpe das gewünschte Dosiervolumen ein. Anschließend dosiert man die Flüssigkeit bzw. das Medium in einen Messbecher (mit Volumenskala) und vergleicht den eingestellten Wert mit dem gemessenen. Es wichtig für die Kalibrierung die Flüssigkeit zu verwenden, die auch später dosiert werden soll, denn unterschiedliche Viskositäten können zu stark abweichenden Ergebnissen führen.

Alternativ –dieses Verfahren eignet sich besonders für kleine Flüssigkeitsvolumen oder wenn höchste Genauigkeit gefordert ist- kann die Kalibrierung auch gravimetrisch erfolgen. Anstelle eines Messbechers verwendet man eine geeignete Waage mit einem entsprechenden, das Volumen aufnehmenden, Dosiergefäß. Dies wird auf die Waage gestellt und diese anschließend tariert (Anzeige „genullt“). Jetzt dosiert man die Flüssigkeit in das Dosiergefäß auf der Waage und liest den Wägewert ab. Da der Wägewert (in mg oder g) aber noch nichts über das Volumen aussagt, muss dieses daraus berechnet werden. Über einen sogenannten Z-Faktor, mit dem später der Messwert multipliziert wird, kann man das Volumen genau berechnen. In den Z-Faktor fließen jedoch Luftdruck und Raum- bzw. Flüssigkeitstemperatur ein und müssen daher mit einem geeigneten Thermometer und Barometer gemessen werden.

Sind all die Parameter bekannt lässt sich daraus der Z-Faktor bestimmen: Nachfolgendes Beispiel, bei dem wir von einem an der Pumpe eingestellten Sollwert von 100ml ausgehen, soll anhand der Tabelle den Einfluss der Temperatur auf den Z-Faktor und daraus resultierend den Einfluss auf das dosierte Flüssigkeitsvolumen darstellen:

 

Eingewogenes Flüssigkeitsgewicht(Istwert in mg) Flüssigkeits-temperatur Luftdruck Z-Faktor Volumen(Istwert in ml)
99995 mg 15 °C 100 kPa 0,0010022 ml/mg 99,70 ml
99995 mg 21 °C 100 kPa 0,0010031 ml/mg 99,80 ml
99995 mg 30 °C 100 kPa 0,0010054 ml/mg 100,0 ml

 

Neben der Kalibrierung der Schlauchpumpe sollte auch darauf geachtet werden, dass möglichst keine Flüssigkeitsreste an den Auslaufspitzen verbleiben und zum Nachtropfen oder zur Verschleppung führen und damit das Volumen wiederum verändern. Moderne Schlauchpumpen verfügen über eine spezielle Funktion, die das Nachtropfen verhindert. Sobald die Dosiermenge erreicht ist, stoppt der Pumpenmotor und dreht gegen die Dosierrichtung etwas zurück. Dadurch werden evtl. in der Auslaufdüse befindliche Flüssigkeitsüberschüsse wieder in den Schlauch zurückgesogen und tropfen nicht nach.

Wir empfehlen, anhand der technischen Spezifikationen, die für die jeweilige Anwendung geeignete Schlauchpumpe (inklusive passendem Schlauch) zu wählen und diese Einheit in regelmäßigen Abständen zu kalibrieren. Verwenden Sie möglichst immer den vom Hersteller empfohlenen Schlauch bzw. Schläuche gleicher Qualität, um diesen Fehlereinfluss zu minimieren. Nichts zu vergessen ist auch eine regelmäßige Wartung des Pumpenkopfes, denn Funktion und Zustand der Schlauchbetten und der Schlauchrollen nehmen ebenfalls Einfluss auf das Dosierergebnis.

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OnMärz 19, 2015, posted in: Blog by

Prüfung des Rückhaltevermögens an Zytostatika-Werkbänken

EINLEITUNG

Zytostatika-Werkbänke sollen den Anwender und die Umgebung vor schädlichen Einflüssen schützen, die durch freigesetzte Aerosole beim Arbeiten mit zytotoxischen und anderen hochwirksamen Substanzen unter der Werkbank auftreten können. Umgekehrt soll die Qualität der Zytostatika-Zubereitung nicht durch Umwelteinflüsse, wie z. B. luftgetragene Verunreinigungen aus der Umwelt, negativ beeinflusst werden. Zytostatika-Werkbänke dienen daher dem Personen-, als auch dem Produktschutz. Zum Nachweis der Schutzeigenschaften sind geeignete Prüfverfahren erforderlich.

 

PRÜFUNG

Die Visualisierung der Luftströmung und die Messung der Luftgeschwindigkeit sind zwei Prüfverfahren, die für die Prüfung der Arbeitsöffnung erforderlich sind, ergänzt durch den KI-Diskus-Test. Der KI-Diskus-Test ist in der britischen Norm BS 5726 und in den DIN-Normen 12469 (für MSW) bzw. DIN 12980 (für Zytostatika-Werkbänke) als Prüfverfahren zur Ermittlung des Rückhaltevermögens definiert. Es ist ein Alternativverfahren zur mikrobiologischen Prüfung. Mit dem Test soll nachgewiesen werden, ob Aerosole aus dem Arbeitsbereich in die Umgebung gelangen können.

Während er bei der Installation bzw. Inbetriebnahme von Zytostatika-Werkbänken vorgeschrieben ist, gilt er bei der Inbetriebnahme von mikrobiologischen Sicherheitswerkbänken (MSW) und Abzügen als zusätzliches „freiwilliges“ Verfahren. Immer wenn eine MSW für Arbeiten mit pathogenen Keimen oder anderen potentiell gefährlichen Organismen eingesetzt wird, sollte ein KI-Diskus-Test, z. B. im Rahmen einer Risikoanalyse durchgeführt werden. Bei der Prüfung können typische Umgebungsbedingungen simuliert werden (z. B. vorbeilaufende Personen, Öffnen von Türen, Ein-/Ausschalten von Klimaanlagen etc.), um auch die Alltagsbedingungen einzubeziehen.

 

PRÜFAUFBAU

Für den KI-Diskus-Test ist ein Prüfaufbau gemäß Abbildung 1 erforderlich. In das Innere der Werkbank ragt horizontal ein Rohr mit einem Durchmesser von ca. 62 mm, das einen Arm, der die Luftströmung stört, simuliert. Zusätzlich wird eine mit ca. 28.000 Umdrehungen pro Minute rotierende Schleuderscheibe eingebracht, auf die mittels einer Peristaltikpumpe während der gesamten Prüfung Kaliumiodidlösung tropft. Durch die hohe Drehzahl wird die Lösung in Partikel mit einer Größe <8µm zerstäubt und nach außen, in Richtung Frontscheibe, geschleudert.

KI-Diskus 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Außerhalb der Werkbank, vor der Arbeitsöffnung, befindet sich eine Ansaugvorrichtung mit 4 Filterköpfen (Abbildungen 2 und 3). In diesen ist wiederum je ein Filterplättchen eingebracht, auf das die Partikel treffen, sofern das Rückhaltevermögen der Werkbank nicht ausreichend ist.

KI-Diskus 2
KI-Diskus 3

 

 

 

 

 

 

Nach Abschluss der Messung werden die Filterplättchen in einer Palladiumchloridlösung entwickelt, anschließend neutralisiert und dann optisch ausgewertet.

 

AUSWERTUNG

Unter Verwendung des hier dargestellten Prüfsystems errechnet sich der Schutzfaktor (PF) nach folgender Gleichung: PF = (62 x 105)/n
n beschreibt die Anzahl der auf dem Filterplättchen (Abbildung 4) gezählten Punkte bzw. Partikel. Es dürfen nicht mehr als 62 Partikel pro Filterplättchen gezählt werden, ansonsten gilt das Rückhaltevermögen der Werkbank als nicht ausreichend, der Schutzfaktor <105.

Für die Durchführung eines KI-Diskus-Tests ist mit einem Zeitaufwand von ca. 4-6 Stunden zu rechnen. Abschließend muss die Werkbank gereinigt, d. h. von KI-Partikeln befreit werden, bevor sie wieder einsatzbereit ist.

Zeigt das Ergebnis dass das Rückhaltevermögen nicht ausreichend ist, besteht eine akute Gefahr für Personal und Umwelt. Es sind Maßnahmen zur Analyse der Ursachen zu treffen, die gerätebedingt aber auch vom Aufstellort bzw. der Umgebung abhängig sein können.

 

KI-Diskus 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

QUELLENNACHWEIS

DIN EN 12469 „Biotechnik – Leistungskriterien für mikrobiologische Sicherheitswerkbänke“, 2000-05
DIN 12980 „Laboreinrichtungen – Sicherheitswerkbänke für Zytostatika“, 2005-06

 

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OnMärz 19, 2015, posted in: Blog by

BQC | der biomedis Quick-Check für Ihre Brut- und Kühlschränke

Im Laufe der Jahre unterliegen alle technischen Geräte einem Verschleiß, der auch die Alterung von Materialien und Betriebsstoffen einschließt. Wir stellen immer wieder fest, dass gerade Brut- und Kühlschränke häufig vernachlässigt werden, da sie meist recht „übersichtlich“ aufgebaut sind und „scheinbar“ fehlerfrei funktionieren. Werden regelmäßig Wartungen an den Geräten durchgeführt, können zwar technische Defekte und Dejustagen von Anzeigen korrigiert werden, eine Aussage, ob das Regel- und Temperaturverhalten noch  akzeptabel ist, erhält man dabei aber meist nicht.

Sofern das Labor strengen Qualitätsanforderungen durch gesetzliche oder in Regelwerken definierten Vorgaben unterliegt, wird der Nachweis der Funktions- und Leistungsfähigkeit eines Laborgerätes meist regelmäßig durch eine Qualifizierung erbracht. Der Qualifizierungsumfang ist erfahrungsgemäß in internen Verfahrensanweisungen oder in Normen definiert und nicht selten sehr zeit- und kostenintensiv. Der finanzielle Aufwand für eine Qualifizierung kann bei einem sehr umfangreichen Anforderungskatalog unter Umständen um ein Vielfaches höher sein, als der Wert des Gerätes selbst.

In sehr vielen Laboratorien bestehen solche hohen Ansprüche jedoch nicht und trotzdem kann es von Bedeutung sein, eine Aussage über die Funktionalität einzelner Geräte zu erhalten. Vielleicht haben Sie sich auch schon mal die Frage gestellt, ob das differenzierte Wachstum Ihrer Kulturen unter Umständen mit der Temperaturverteilung, dem CO2-Gehalt oder der Luftfeuchte des Inkubators zusammenhängt, ob wirklich an allen Orten im Kühlschrank die für die Proben (oder Medikamente) definierten Temperaturgrenzwerte eingehalten werden oder ob das Gerät hinsichtlich des Energieverbrauches noch wirtschaftlich ist.

 

Mit unserem BQC für Brut- und  Kühlschränke schaffen wir ab sofort Klarheit. Die Vorteile für Sie sind:

  • Kostensicherheit durch Fixpreis, inklusive Anfahrt und Arbeitszeit
  • Der gesamte Check erstreckt sich nur über einen Arbeitstag, so dass ihr Brut- oder Kühlschrank sofort wieder einsatzbereit ist
  • Auf Wunsch kann der Check auch mit „Beladung“ des Gerätes durchgeführt werden
  • Umfang des BQC
    • Temperaturmapping über 2h innerhalb des Brut- bzw. Kühlraumes mit 9 Temperaturfühlern.
      Grafische und tabellarische Dokumentation des Verlaufs
    • Optional: Ermittlung der Feuchte oder des CO2-Gehalts an einem Messort
    • Kalibrierung der Anzeigen
    • Optische Begutachtung aller Verschleiß- und sicherheitsrelevanten Teile
    • Elektrische Prüfung nach DIN VDE 0701-0702
    • Messung der Stromaufnahme
    • Kompakter und übersichtlicher Ergebnisbericht. Umfang: 4 Seiten
    • Kennzeichnung des Laborgerätes mit Prüfaufkleber
  • Ausführung der BQC durch unser akkreditiertes Prüflabor
  • Alle eingesetzten Prüf- und Kalibriergeräte sind rückführbar kalibriert
  • Rabatt bei gleichzeitiger Prüfung mehrerer Geräte

Wünschen Sie ein unverbindliches Angebot? Wir sind gerne für Sie da.

 

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OnFebruar 17, 2015, posted in: Blog by

Qualifizierung von Laborgeräten für thermische Prozesse

Qualifizierung – was genau ist das?

Grob gesagt handelt es sich um den Leistungsnachweis für bestimmte Verfahren, die immer dann in Verordnungen gefordert sind, wo Prozesse ein reproduzierbares Produkt liefern sollen. WICHTIG: Für die Einhaltung und Durchführung der Forderungen ist der Unternehmer verantwortlich!

Man unterscheidet vier unterschiedliche Qualifizierungen:
DQ = Designqualifizierung
IQ = Installationsqualifizierung
OQ = Funktionsqualifizierung
PQ = Leistungsqualifizierung

Grundlage für die Durchführung einer Qualifizierung (oder Validierung) ist die vorherige Abklärung und Definition des genauen Prüfumfangs.
Oftmals ist der Prüfungsumfang bereits in Normen oder Herstellerempfehlungen definiert und muss lediglich projektbezogen individuell ergänzt oder angepasst werden. Qualifizierungen (und Validierungen) sollten unabhängig von gesetzlichen oder normativen Forderungen als qualitätssicherndes Element betrachtet werden! Richtig geplant und pragmatisch in angemessenem Umfang durchgeführt, liefern sie Ergebnisse über Verfahrensparameter, die für die Bewertung der Produktqualität unerlässlich sind. Periodisch durchgeführte Re-Qualifizierungen ermöglichen zusätzlich die Beurteilung des Langzeitverhaltens und können dazu beitragen, „schleichende“ Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.

 

Unser Leistungsangebot:

– Abklärung des erforderlichen Prüfaufwandes mit dem Auftraggeber
– Erstellung eines Qualifizierungs-/Validierungsplans zur Freigabe durch den Auftraggeber
– Durchführung der Prüfungen vor Ort
– Erstellung der Dokumentation (Art und Umfang abhängig von Forderung des Auftraggebers und
   bestehenden Regularien, oder kundenspezifischen Wünschen)
– Als akkreditiertes Prüflaboratorium besitzen wir die Kompetenz, Druck- und
   Temperaturmessungen an Autoklaven, Sterilisatoren und Brutschränken gemäß der in der
   Akkreditierungsurkunde aufgeführten Normen und Spezifikationen durchzuführen.

Benötigen Sie Beratung oder ein unverbindliches Angebot? Sprechen Sie uns an, wir freuen uns!

 

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OnFebruar 17, 2015, posted in: Blog by

Labor-Kühlschränke, Kühltruhen und Ultra-Freezer

 

Die Wohlfühltemperatur Ihrer Laborgüter liegt im Minusbereich?

Bei uns erhalten Sie ein breit gefächertes Sortiment an Laborkühlschränken für die unterschiedlichsten Anwendungen:

Beispielsweise zur Aufbewahrung pharmazeutischer und diagnostischer Produkte, Vakzine und Seren, und biologischer Materialien.
Oder zur Konservierung von Industrieprodukten. Und für viele weitere Anforderungen…
Das Geräteangebot erstreckt sich über Kühl- und Tiefkühlgeräte mit Betriebstemperaturen zwischen +16°C und -86°C.

Gerne beraten wir Sie!

 

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OnFebruar 17, 2015, posted in: Blog by

Wozu braucht meine Pipette einen DAkkS-Kalibrierschein?

Die Deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS erkennt für die Rückführung von Messergebnissen nur noch Kalibrierscheine an (siehe auch DAkkS-Merkblatt 71 SD 0 005).

Dies gilt auch für die Kalibrierung von Kolbenhub-Pipetten, die insbesondere in Prüf- und Kalibrierlaboratorien, medizinischen  Laboratorien, Inspektionsstellen, bei Herstellern  von Referenzmaterialien, Anbietern von Eignungsprüfungen und  Stellen, die Produktzertifizierungssysteme betreiben,  zum Einsatz kommen. Für die Erstakkreditierung, bzw. zur Aufrechterhaltung einer bestehenden Akkreditierung, muss die Rückführbarkeit anhand von Kalibrierscheinen nachgewiesen werden.

biomedis besitzt als akkreditiertes Kalibrierlabor die Kompetenz, für die Kalibrierung Ihrer Pipetten, den Nachweis in Form eines DAkkS-Kalibrierscheines zu erbringen. Zwecks Identifikation wird Ihre Pipette nach der Kalibrierung mit einer Kalibriermarke versehen, die u.a. auch die Nummer des DAkkS-Kalibrierscheines trägt.

Die Akkreditierung erstreckt sich sowohl auf Einkanal-, Mehrkanal-Kolbenhubpipetten, Dispenser und Büretten.

Für die Kalibrierung von Mehrkanalpipetten setzen wir in unserem Labor aktuell 3 SpeedCal Prüfanlagen ein, die eine zuverlässige, normkonforme und schnelle Kalibrierung von Mehrkanal-Kolbenhubpipetten mit 2 bis 12 Kanälen sicherstellen. Selbstverständlich kalibrieren wir auch Ihre Einkanalpipetten und erstellen Ihnen optional einen DAkkS-Kalibrierschein.

Sind Sie von den Anforderungen nicht betroffen? Kein Problem; wir erstellen Ihnen gerne auch weiterhin einen Werkskalibrierschein und/oder führen Kalibrierungen nach Ihren speziellen Anforderungen aus.

Falls Sie Fragen haben, lassen Sie sich doch von unserem Kalibrier-Team beraten und ein unverbindliches Angebot erstellen. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

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OnJanuar 20, 2015, posted in: Blog by

Prüffristen für Laborautoklaven

Betreiber eines Laborautoklavs sind gemäß BetrSichV, §15 dazu verpflichtet, auf Grundlage einer sicherheitstechnischen Bewertung

  • die Prüffristen für die wiederkehrenden Prüfungen an Ihrem/Ihren Autoklav/en zu ermitteln
  • die wiederkehrenden Prüfungen zu dokumentieren

Die sicherheitstechnische Bewertung ist nicht erforderlich, sofern sie im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung im Sinne von §3 der BetrSichV bereits erfolgt ist.

Dampfsterilisatoren zählen zu den überwachungspflichtigen Anlagen und müssen sowohl nach altem Recht (Druckbehälterverordnung), als auch nach neuem Recht (Geräte- und Produktsicherheitsgesetz), bestimmten Bauvorschriften genügen.

Bitte beachten Sie, dass wiederkehrende Prüfungen nur von befähigten Personen durchgeführt werden dürfen.

Weiterhin muss gemäß BetrSichV, §14 sichergestellt sein, dass alle Autoklaven vor der ersten Inbetriebnahme geprüft wurden und außerdem nach jeder Änderung bzw. Instandsetzung, die die Sicherheit, den Betrieb oder die Bauart beeinflussen könnte. Diese Prüfungen sind ebenfalls zu dokumentieren.

Wir haben festgestellt, dass bereits mehrere für Arbeitsschutz zuständige Stellen bzw. Behörden Kontrollen durchführen und entsprechende Nachweise fordern. Fehlen diese, kann der Autoklav unter Umständen außer Betrieb gesetzt werden!

Bitte prüfen Sie, ob Sie alle Fristen definiert haben und die erforderlichen Prüfungen dokumentiert nachweisen können.

Gerne sind wir Ihnen bei der sicherheitstechnischen Bewertung vor Ort behilflich bzw. beraten Sie bezüglich der erforderlichen Fristen.

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OnJanuar 20, 2015, posted in: Blog by

So individuell wie Ihre Bedürfnisse

Unsere Produkte zeichnen sich durch eine Vielzahl wählbarer Optionen aus, um möglichst allen Anforderungen und Applikationen gerecht zu werden.

Manchmal aber gibt es einzelne, individuelle Anwendungen, die besondere Anforderungen an das Produkt und seine Ausstattung stellen.

Hierfür werden dann Sonderanfertigungen benötigt, die genau mit den jeweiligen Spezifikationen massgefertigt werden.

Dies ist für fast alle unserer Laborgeräte möglich, ob Autoklav, Werkbank oder Kühltruhe.

Das Beispiel unten zeigt die Sonderanfertigung einer MSW (Mikrobiologische Sicherheitswerkbank), für welche der Kunde 10 Steckdosen im Innenraum forderte, eine herausnehmbare Glas-Trennwand, eine Vorrichtung zur Verwendung eines Mikroskopes, sowie einen sekundären Aktivkohle-Abluftfilter.
Alle Modifikationen wurden in diesem Fall direkt an den Hersteller weiter gegeben und die Werkbank bereits ab Werk entsprechend ausgerüstet.

Sprechen Sie uns einfach an – wir finden mit Sicherheit die richtige Lösung für Sie!

Sonderanfertigung MSW

Sonderanfertigung MSW

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OnJanuar 20, 2015, posted in: Blog by

Stromausfall im Labor. Und nun?

Ein Stromausfall im Labor kann jederzeit eine große Gefahr darstellen!

Wird beispielsweise gerade an einer Mikrobiologischen Sicherheitswerkbank gearbeitet und die isolierende Luftströmung setzt wegen Stromunterbrechung aus, können sich gefährliche Erreger sofort verbreiten und Anwender und Umwelt gefährden. Auch andere Geräte, wie Autoklaven, Kühlschränke, Inkubatoren und viele mehr, können ihre Leistung bei Unterbrechung der Stromzufuhr nicht aufrecht erhalten. Auch die Bedienbarkeit, wie das Öffnen/Schließen von Türen kann dann nur noch eingeschränkt möglich sein oder schlimmstenfalls ganz blockiert werden.

 

Wie können Sie sich schützen?

Durch das Schalten einer USV (Unabhängige Strom-Versorgung) – eine kleine Investition mit großer Wirkung!
Schon bei kürzesten Stromausfällen springt die USV ein und gewährleistet die Sicherheit von Mensch, Umwelt und den verwendeten Gütern – sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Mehr Informationen finden Sie in unserer aktuellen Kundeninformation, die Sie HIER gerne kostenlos downloden können.

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OnNovember 20, 2014, posted in: Blog by
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